Ehemalige Projektgruppen des opensTeam-Projektes
Wesentlich voran getrieben wurde die Entwicklung des opensTeam-Systems durch inzwischen drei Projektgruppen.
Die erste Projektgruppe (Jörn Bollmeier) setzte sich erstmals als Ziel, die Verknüpfung eines Dokumentenmanagement-Systems mit einem MUD (Multi User Dimension) zu leisten. Als Dokumentenmanagement-System sollte Hyperwave verwendet werden. Das MUD sollte, aufbauend auf dem Padermud, selbständig programmiert werden.
Im Verlauf der Projektgruppe stellte sich heraus, dass es sinnvoller wäre, die Mechanismen des Dokumentenmanagement-Systems im MUD selbst zu Verfügung zu stellen; Hyperwave wurde somit also nicht übernommen.
Das System verfügte über ein einfaches Rechtesystem mit Lese-, Schreib- und Ausführrechten. Es gab keine Trennung zwischen sTeam und dem Webserver, auch konnte der Server noch nicht vom Benutzer programmiert werden (dies ist seit der Cebit 2001 möglich).
Diese Projektgruppe erwies sich als großer Entwicklungsschritt, viele Ideen, die damals entwickelt wurden, sind immer noch im heutigen sTeam-System zu finden.
In der zweiten Projektgruppe (Thorsten Hampel) wurde die Fragestellung untersucht, inwieweit es sinnvoll ist, in sTeam einen Client zur Verfügung zu stellen, der eine dreidimensionale Sicht auf ein Areal mit den darin enthaltenen Objekten und den entsprechenden Funktionen ermöglicht.
Aufbauend auf einen ersten prototypischen Java-Client und eine zum Teil fertiggestellte Java-API, begann die Projektgruppe mit der Entwicklung einer 3D-Repräsentation. Zeitgleich wurde zudem auch ein zweidimensionaler Client entwickelt, der als Vergleichsanwendung dienen konnte. Auch das Framework für einen modularisierten Client wurde von der Projektgruppe entwickelt.
Der Client wurde schließlich prototypenhaft auf der Basis von Java und Java-3D entwickelt, möglich war es durch den Raum zu navigieren und die Objekte neu anzuordnen, neu zu verbinden oder auch zu löschen.
Diese Entwicklung wurde allerdings nicht weiterverfolgt, da sich eine 3D-Schnittstelle als für viele Aspekte zu kompliziert und unübersichtlich herausstellte. Das Ergebnis der Projektgruppe war also schließlich, dass ein solcher dreidimensionaler Client nicht sinnvoll erscheint. Dies lag vor allem daran, das die Benutzung im Vergleich zum Gewinn zu kompliziert und umständlich war, dies auch im Vergleich zum zweidimensionalen Client, der ein besseres Arbeiten ermöglichte. Dazu kamen andere Probleme wie die Überdeckung von Objekten und die Möglichkeit, dass einige Objekte aus dem Wahrnehmungsfeld traten, wenn man sich weiter in den Raum hinein bewegte.
Die dritte Projektgruppe (Ludger Merkens) „ki2ki“ (ki heißt auf Englisch steam, somit in Anlehnung an peer-to-peer zu verstehen) verfolgt das Ziel, eine Multiserverfähigkeit von sTeam zu implementieren. Diese soll es erlauben, mehrere sTeam-Server miteinander zu verbinden. Implementiert werden soll dies durch das Roaming-Prinzip, so dass Benutzer und auch Areale von Server zu Server wandern können. Dadurch besteht die Möglichkeit, Organisationsstrukturen besser abzubilden und auch eine statische Lastenverteilung zu ermöglichen.