Entwicklung/Entstehung

Als idealer Ausgangspunkt für ein kooperatives Wissensmanagement innerhalb der weit gespannten Forschergemeinde haben sich sogenannte Multi User Dungeons (MUDs) und MOOs (Muli-User Object-Oriented Environments) erwiesen.

Ursprünglich handelte es sich hierbei um virtuelle Gemeinschaften, die bereits in den 80ern, und damit lange vor der Verbreitung des WWW, speziell im Bereich der Abenteuer-, Phantasie- und Erlebnisspiele entstanden sind.

Ihre besondere Eignung für das verteilte Wissensmanagement im Netz erhalten sie dadurch, daß die Teilnehmer an den Rollenspielen die ihnen gestellten Aufgaben nicht alleine, sondern kooperativ mit anderen Mitspielern lösen müssen. Durch ihr Verhalten ändern die Spieler zugleich die Umgebung, in der sie sich befinden.

Diese Eigenschaft ist für viele Nutzer so attraktiv, daß MUDs sich schnell zu sozialen Treffpunkten im Netz entwickelt haben, die zunehmend nicht nur zum Spielen, sondern auch als Diskussions- und Informationsforen genutzt werden. Hervorzuheben ist die Gemeinsamkeit aller MUDs, daß sie "virtuelle Räume" als zentrale Treffpunkte für die Besucher bereitstellen.

Diese Räume haben gegenüber dem Chat den Vorteil, daß Daten dauerhaft abgelegt und genutzt werden können.

In einem virtuellen Raum kann man auch alleine sinnvoll agieren, in einem Chat macht dies keinen Sinn.

Die Persistenz der Daten bietet zudem das, woran es dem WWW bislang mangelt: Sie ermöglicht es, ein gemeinsames "externes Gedächtnis" der Besucher und Akteure im virtuellen Raum anzulegen.

MUDs und MOOs erwiesen sich in einer ganzen Reihe von Anwendungen als geeignete Basisarchitektur für die Zusammenführung von Lernenden und Lehrenden in gemeinsamen Lern- und Arbeitsbereichen, so auch für das Projekt open sTeam.