Technologie & Funktionsweise
Die Konzeption des Systems opensTeam umfaßt einen objektorientierten opensTeam-Server, der mit einer Datenbank und Java-Clients verbunden ist. Der ereignisgesteuerte Server verwaltet sämtliche Benutzerobjekte sowie die Kommunikation zwischen den angeschlossenen Clients. Letztere sind als nutzbare Java-Komponenten ausgelegt, die ohne großen Aufwand an individuelle Bedürfnisse angepasst werden können. Eine wichtige Eigenschaft der Konzeption des opensTeam-Servers ist die Möglichkeit der Erweiterung während des Betriebs durch Objekte, die durch die Benutzer programmiert werden können.
opensTeam beschreitet von der technischen und konzeptionellen Ausrichtung her Neuland, indem asynchrone, typischerweise aus dem aktiven Dokumentenmanagement bekannte Mechanismen mit multimedialen Lernbausteinen wie Ablegen, Archivieren und gegenseitiges Austauschen von Übungsblättern, Vorlesungen und Musterlösungen in Form von Dokumenten und Hypertexten mit stark synchronen Ansätzen verknüpft werden.
Diese Synthese erlaubt eine neue Mischform asynchroner und synchroner Zusammenarbeit der Lernenden.
Neu ist hier neben der ausschließlich netzgestützten Bereitstellung von Kooperationswerkzeugen, die Möglichkeit der Selbstorganisation und Selbstadministration der virtuellen Lernumgebung durch die Lernenden.
Im Kern stellt das System den Nutzern folgende selbstadministrative Funktionen zur Verfügung:
- Anlegen von Räumen
- Erteilen von Zutritts- bzw. Zugriffsberechtigungen
- Verwalten und Bearbeiten von Objekten oder Verweisen auf Objekte, die sich auf anderen Servern befinden
- Weitergeben von Objekten und Dokumenten per "Rucksack" an andere Nutzer
- Nutzung von Räumen als kooperative Medien (z.B. Shared Whiteboard)
Die räumlichen Strukturen ermöglichen es, Objekten eine Position zuzuordnen, wobei die Objekte als Repräsentanten von Personen, Dokumenten, Werkzeugen und auch Diensten fungieren können. So ist es möglich, einen Wissensraum kooperativ aufzubauen und dabei Zuständigkeiten, Rechte oder Kompetenzen strukturell abzubilden.
Die angelegten Strukturen und Objekte stehen in den Räumen dauerhaft zur Verfügung. Dadurch übernimmt der Raum nicht nur die Funktion des Treffpunkts, sondern auch die Funktion der permanenten Archivierung und Ablage für Produkte und Ergebnisse der virtuellen Lerngemeinschaft.
Diese Doppelfunktion unterscheidet ihn z.B. von einem "Kanal" in einer IRC-Diskussion.